Torremejía hast du schnell hinter dir. Ein paar Straßen, ein Kaffee, falls die Bar schon geöffnet hat, und dann hört das Dorf auf. Das offene Land der Extremadura beginnt.
Das ist eine ruhige Etappe von etwa vier Stunden. Der Weg führt fast den ganzen Tag sanft bergab, richtige Anstiege gibt es kaum. Du gehst vorbei an Feldern, Weinbergen und Olivenbäumen, oft auf breiten Feldwegen. Auf den offenen Abschnitten brennt dir die Sonne direkt auf den Kopf.
Dann kommt Mérida in Sicht. Die Stadt hat römische Wurzeln, und das siehst du überall. Weil der Tag kurz ist, bleibt dir Zeit, dich in Ruhe umzusehen. Dreh dich unterwegs noch einmal um: Die flachen Felder liegen goldgelb da, hier und da mit einem einsamen Olivenbaum im späten Licht.