Dieser Tag verlangt Geduld. In den Beinen spürst du ihn erst nach dem Mittag, im Kopf schon früher: Es dauert lange, bis du ankommst. Es gibt keinen Anstieg, der dich bricht, aber die Kilometer summieren sich still und stetig.
Von Trancoso aus wanderst du in eine sanfte Hügellandschaft hinein. Auf und Ab wechseln sich ab, ohne große Ausreißer. Gut 400 Höhenmeter geht es bergauf, danach etwas mehr wieder bergab. Das merkst du in den Knien. Such dir deinen Rhythmus, mach Pause, wo es sich gerade ergibt, und mach kein Rennen daraus. Bei fast 8 Stunden Gehzeit hast du Zeit genug.
Am Ende erreichst du Sernancelhe. Rucksack ab, Schuhe aus, kurz hinsetzen. Erst danach ans Essen denken. Komm erst einmal zur Ruhe.