Diese Route wählst du bewusst. Bei A Gudiña teilt sich der Sanabrés. Die Hauptroute führt über Laza durch die Berge, diese Variante bleibt tiefer und verläuft über Verín, Xinzo de Limia und Allariz. Sie ist etwa 30 Kilometer länger, schlechter ausgeschildert und hat weniger Versorgungsmöglichkeiten. Ein Stück gehst du entlang der N-525. Das verlangt selbstständige Pilger, die gern selbst den Weg suchen.
Heb in A Gudiña unbedingt Bargeld ab. Dort steht der letzte Geldautomat bis Ourense. Nimm außerdem genug Wasser und Proviant mit. In Verín stößt der Caminho Português Interior dazu, und ab dort gehen diese Pilger mit dir. Direkt danach wartet der Anstieg der zweiten Etappe: gut 350 Meter bergauf auf fünf Kilometern. Danach wird das Land flach. A Limia war einst ein See und ist heute eine weite, trockengelegte Ebene. Allariz ist ein mittelalterliches Städtchen, in dem sich ein Bummel lohnt. Dann ist es nur noch eine Etappe bis Ourense.
In Ourense triffst du wieder auf die Hauptroute des Sanabrés, auf dem Weg nach Santiago. Am besten gehst du diese Variante im Mai und Juni oder im September. Im November und Dezember ist es kühl und es regnet oft. Auf einer Route mit wenig Versorgung möchtest du das lieber nicht erleben.