Du lässt Sernancelhe hinter dir, wenn das Städtchen noch halb schläft. Ein paar Gassen, ein letzter Blick auf die alten Häuser, dann schließt sich die Landschaft um dich. Die ersten Kilometer sind still. Außer dem Klacken deiner Wanderstöcke und dem gelegentlichen Bellen eines Hundes hörst du nichts.
Die Etappe ist leicht, aber nicht flach. Du steigst gut 400 Meter auf, in kleinen Portionen, und steigst unterm Strich etwas mehr ab, als du aufsteigst. So findest du ganz von selbst deinen Rhythmus. Bei knapp sechs Stunden Gehzeit bleibt dir Zeit für eine lange Kaffeepause. Moimenta da Beira taucht langsam auf, ohne großes Spektakel. Es gibt eine öffentliche Albergue, du kannst also in aller Ruhe ins Städtchen hineinlaufen. Auf dem letzten Stück gehst du an Steinmauern und Feldern entlang, und die Hügel werden in der Nachmittagssonne ganz weich.